Tipps & Infos

Die Fernsteuerung

Jeder Pilot verfügt als erstes über eine Fernsteuerung, also einen Sender und einen in das Modell eingebauten Empfänger. Sender und Empfänger arbeiten im für den Modellflug üblichen und freigegebenen Frequenzband von 35 MHz, oder bei modernen Fernsteuerungen im 2,4GHz Frequenzband, auf welches man beim Kauf achten sollten. 

Fernsteuerungen im 40MHz-Band sind zwar ebenfalls rechtlich verwendbar, sollten aber aufgrund anderweitiger Verwendung dieser Frequenzen eher nicht für Flugmodelle eingesetzt werden.

Nahezu alle Sender sind mittlerweile sogenannte Computeranlagen, bei denen Funktionen wie die Ausschlaggrößen der Ruder, Mischfunktionen in der Steuerung usw. komfortabel vom Sender aus eingestellt werden können. Selbst bei den günstigen Anlagen ab ca. 100 Euro findet man diesen Komfort. Besonders komfortabel sind dabei Funktionen wie Expo, bei der sich Ruderausschläge weicher und damit Fehlerverzeihender anfühlen.

Im Modell ist der Empfänger über einen 4,8, 6, oder bei modernen Anlagen auch 8,4Volt-Akku mit den Servos, also den "Motoren für die Ruderbewegungen" verbunden. Auch das Gas oder einziehbare Fahrwerke haben solche Servos. Größere Modelle haben sogar mehrere Servos pro Ruder. Wichtig ist dabei, dass die Ruderkräfte (bei manchen Modellen bis zu 10 Kg und mehr je Ruder) von den eingebauten Servotypen auch bewältigt werden können.

Das Modell

Der Markt für Modellflugzeuge ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Was früher noch in Balsaholz mühsam gebaut werden musste wird heute als ARF-Modell (Almost-Ready-to-Fly = Fast fertig zum Fliegen) importiert und ab 50 Euro aufwärts angeboten.

Zum Einstieg haben sich immer mittelgroße Modelle wie Segler mit ca. 2m Spannweite  oder Motorflugzeuge mit ca. 1,5m Spannweite bewährt, bei denen ein gutes Verhältnis zwischen Ruhe im Flug und Erkennbarkeit der Fluglage gegeben ist. Kleinere Modelle sind oft empfindlicher und kibbelig am Wind, daher nicht unbedingt geeigneter zum Einstieg.

Mit dem Kauf eines dieser ARF-Modelle ist man gut beraten und erhält so für ca. 250 bis 300 Euro eine komplette Ausstattung  inkl. Fernsteuerung, die auch noch später gut einsetzbar ist. Zu beachten ist auch, dass manches Komplettpaket zwar günstiger zu haben ist, aber auch oft die Zuverlässigkeit und Qualität der einzelnen Komponenten sehr zu wünschen lässt. Diese RTF-Pakete haben oft auch Sender, die nur mit dem mitgelieferten Modell funktionieren.

Gerne sprechen wir auch Empfehlungen zu anfängertauglichen Flugmodellen aus.

Lehrer-Schüler-Betrieb

So haben wir fast alle mal angefangen - Der Schüler hängt mit einem eigenen Sender am Kabel des Lehrersenders. Beginnend mit der Übernahme im Flug wird man schrittweise sicherer und lernt das Fliegen bis hin zu eigenen Starts und Landungen. Schüler-Sender sind vorhanden, also frage uns doch einfach einmal nach einem Schnupperfliegen.

Sicherheit am Platz

Den Flugbetrieb am Platz regelt der Flugleiter. Zusätzlich benutzt auch jeder Pilot zur Abstimmung der von ihm benutzten Sendefrequenz eine Wäscheklammer an seiner Senderantenne mit einer aufgedruckten Kanalnummer (entfällt bei 2,4GHz-Technik). Unser Platz hat ferner - wie jeder Flugplatz - auch Auflagen und Sicherheitsvorschriften, daher muss sich der Einsteiger zunächst einmal einweisen lassen!